Anreise Teil 2
Halb sieben ("Wiener Zeit"), die normale Aufwachzeit. Die Mitreisenden schlafen und wirken leblos im fahlen Notlicht. Alle Luken sind geschlossen, ich schiebe den Laden neben mir hinauf: Praechtiges, feuriges Morgenrot! Wir fliegen mit dem Sonnenaufgang. Erst gegen acht Uhr sind die Farben verblasst. Noch lange lasse ich mir die Sonne aufs Gesicht scheinen. Sie ist heute auf meiner Seite!
Aber was ist unter uns? Schon der neuen Kontinent? Endlich spuere ich wieder Freude und Aufregung. Aber nichts zu erkennen unter dem dicken weissen Nikolobart.
Puenktlich um 20 nach 11 (Lokalzeit 8) tauchen wir in die Wolken ein zur Landung in Sao Paulo. Es regnet und hat etwas unter 20 Grad.
Die lange Schlange bei der Einreise fuer "Exterritoriale" (Auslaender) wird aufgehellt durch einige junge Frauen mit gelben Pullis. "Kann ich helfen?" steht darauf. Sie bieten freundliche Unterstuetzung an, sollte man sie fuers Einreiseformular brauchen. Fuer Amerikaner gibt es einen Extra-Schalter. Vor der Buerokratie ist man weniger Einzel-Mensch als (nationales) Gattungswesen.
Die Wartezeit laesst sich gut nuetzen, um daheim Bescheid zu geben. Mist - der Akku ist auch gleich leer! Wer Aktuelles wissen will, mailt am besten Peter, Heidrun oder Brigitte (Stein) an. Die kriegen immer die Nachrichten zuerst, weil sie am handy ganz oben stehen.
Beim Schalter geht es ruckzuck. Der Koffer rollt am Band auf mich zu. Jetzt einmal rechts rum und da stehen schon die Abholer mit ihren Schildern. Gleich vorne eine gutmuetig aussehende graue Dame mit REINGARD. Oh wie wohltuend!
Wir umarmen uns, es ist Sr. Katia, die "Koordinatorin" der kleinen, lokalen Wohngemeinschaft.
"Ja, ich habe Angst gehabt, wie lerne ich diesen Namen?", lacht Sr. Clotilde, die Provinzoberin. Rosa, das sei wirklich viel leichter. Ein Hoch auf meine Portugiesisch-Lehrerin Maria, die mir den Tipp gegeben hat. Und der Name ist nicht gelogen. Sie nennen mich CHOSA und das ist nicht weniger fremd als CHEINKAHD waere.
Eineinhalb Stunden sind sie mit mir unterwegs im Auto. Der Verkehr scheint mir nicht schlimmer als in Wien, aber ich fahre ja normalerweise mit Peter, da bin ich einiges gewoehnt. (hihi)
Wir kommen an, ich lerne die anderen zwei Schwestern, die Studentin Mariana, den Administrator Sehi und die Reinigungsdamen kennen. Es gibt Kaffee. Man zeigt mir mein Zimmer: Hell, rotbrauner Holzboden, bequemes Bett, mit Bad und WC, ruhig. Herrlich! Ich bin angekommen und hier ist ein guter Platz!
Inzwischen ist der erste Tag vergangen. Wenn ich jetzt in mein Zimmer gehe werde ich wahrscheinlich meinen ersten Sternenhimmel in Braslien sehen. Ein Stueckchen wenigstens.
Ob mir der Mond was Liebes von euch mitgebracht hat?
Gute Nacht, bis Morgen!
Aber was ist unter uns? Schon der neuen Kontinent? Endlich spuere ich wieder Freude und Aufregung. Aber nichts zu erkennen unter dem dicken weissen Nikolobart.
Puenktlich um 20 nach 11 (Lokalzeit 8) tauchen wir in die Wolken ein zur Landung in Sao Paulo. Es regnet und hat etwas unter 20 Grad.
Die lange Schlange bei der Einreise fuer "Exterritoriale" (Auslaender) wird aufgehellt durch einige junge Frauen mit gelben Pullis. "Kann ich helfen?" steht darauf. Sie bieten freundliche Unterstuetzung an, sollte man sie fuers Einreiseformular brauchen. Fuer Amerikaner gibt es einen Extra-Schalter. Vor der Buerokratie ist man weniger Einzel-Mensch als (nationales) Gattungswesen.
Die Wartezeit laesst sich gut nuetzen, um daheim Bescheid zu geben. Mist - der Akku ist auch gleich leer! Wer Aktuelles wissen will, mailt am besten Peter, Heidrun oder Brigitte (Stein) an. Die kriegen immer die Nachrichten zuerst, weil sie am handy ganz oben stehen.
Beim Schalter geht es ruckzuck. Der Koffer rollt am Band auf mich zu. Jetzt einmal rechts rum und da stehen schon die Abholer mit ihren Schildern. Gleich vorne eine gutmuetig aussehende graue Dame mit REINGARD. Oh wie wohltuend!
Wir umarmen uns, es ist Sr. Katia, die "Koordinatorin" der kleinen, lokalen Wohngemeinschaft.
"Ja, ich habe Angst gehabt, wie lerne ich diesen Namen?", lacht Sr. Clotilde, die Provinzoberin. Rosa, das sei wirklich viel leichter. Ein Hoch auf meine Portugiesisch-Lehrerin Maria, die mir den Tipp gegeben hat. Und der Name ist nicht gelogen. Sie nennen mich CHOSA und das ist nicht weniger fremd als CHEINKAHD waere.
Eineinhalb Stunden sind sie mit mir unterwegs im Auto. Der Verkehr scheint mir nicht schlimmer als in Wien, aber ich fahre ja normalerweise mit Peter, da bin ich einiges gewoehnt. (hihi)
Wir kommen an, ich lerne die anderen zwei Schwestern, die Studentin Mariana, den Administrator Sehi und die Reinigungsdamen kennen. Es gibt Kaffee. Man zeigt mir mein Zimmer: Hell, rotbrauner Holzboden, bequemes Bett, mit Bad und WC, ruhig. Herrlich! Ich bin angekommen und hier ist ein guter Platz!
Inzwischen ist der erste Tag vergangen. Wenn ich jetzt in mein Zimmer gehe werde ich wahrscheinlich meinen ersten Sternenhimmel in Braslien sehen. Ein Stueckchen wenigstens.
Ob mir der Mond was Liebes von euch mitgebracht hat?
Gute Nacht, bis Morgen!
rosa_r - 11. Nov, 01:22
