20.2. Maria will deutsch lernen
Es ist 7 Uhr, ich bin noch am Fruehstuecken, als Maria schon in die Fundacao kommt. Ja, heute beginnt die Einschreibung und wir wollten vorher noch die Formulare fertig machen.
“Hab eine Ueberraschung fuer dich.” sage ich, und schneide mir das naechste Stueck Mamao ab, mein koestliches Fruehstuecksobst. “Die Datenblaetter sind fertig!” “Hast du es schon geschafft?” freut sie sich. “Ja, es ging. Du hast jetzt auch ein leeres Formular zum Ausfuellen.”
Wir fahren den PC hoch, da kommt schon die erste Oma, um ihre Enkelin anzumelden. Sie ist im Arbeitsgewand, unterwegs aufs Feld. Was fuer ein Kontrast: Wir sitzen vor einem neuen Notebook mit dem noch neueren, coolen Eingabeformular und die Frau mit der loechrigen Schuerze kann garantiert weder lesen noch schreiben.
Bild: R ohne Uhr

Maria bespricht mit ihr die notwenigen Fragen, gibt die Daten ein, druckt aus und laesst sie unterschreiben. Der erste Tag mit der Datenbank verlaeuft ohne groebere Stoerungen, aber es ist gut, dass ich in der Naehe bin.
Wir optimieren die Blaetter noch ein wenig und geben bis zum Abend alle Kinder ein. Maria uebt alle moeglichen Dinge, auch Abfragen erstellen. Wenn Eltern kommen, ziehe ich mich zurueck und lasse Eliane und Maria arbeiten. “Ich gehe wieder lernen, Maria!” “Nein, ich gehe jetzt lernen.” Antwortet sie ploetzlich. “Ich brauche ein paar Woerter, denn ich muss mit Pedro reden.” Ich horche auf, oho! Sie verwendet den Namen zum ersten Mal!
Maria faehrt “halbtrocken” fort: “Wenn ich das nicht kapiere bis du weg bist, muss er dich noch hier lassen.” Ich lache und entgegne: “Ist ok, Maria. Du musst nur gut ueberlegen, was leichter sein wird: Access zu lernen oder Pedro zu ueberreden.”
Natuerlich hatte ich auch Besuch, nicht nur das Buero! J
Jefferson, der 10-jaehrige Begleiter meiner See-Tour schaute vorbei und sah mir lange ruhig bei meinen Hausaufgaben in portugiesisch zu. Er ist ein huebscher junger Kerl und angenehm im Umgang, kann lesen und schreiben und sich auch selbst beschaeftigen.
Weiters spazierte ein gruener Leguan von etwa einem halben Meter Laenge durch den Garten, gerade dort wo ich die Waesche eingeweicht hatte.
Ich habe heute naemlich mit Sonnenenergie gewaschen! Man deponiere die Waesche in Seifenwasser in einem schwarzen Kuebel und lasse das mind. eine Stunde in der Sonne stehen – ergibt hier richtig heisses Wasser!
Zum Abendessen bin ich bei der Pflegemutter von Paulina eingeladen, Donna Marika. Ich soll ein wenig warten, “Setz dich doch”, heisst es. Mir ist nicht klar wohin, ich gehe in die Kueche und unterhalte mich mit der Gastgeberin. Sie waermt das Essen und es werden auf den Tisch gestellt: 3 Salate, Reis und Nudeln, Hendl in Sosse, Bohnen, Orangen und Bananen als Beilage oder Dessert.
Aufgedeckt wird nicht. Schliesslich bekomme ich den Sessel an der Stirnseite und einen Teller angeboten – und soll alleine essen. “Ist das hier so ueblich, dass man alleine isst?” “Aber ja! Wenn jemand auf Besuch kommt, dann bekommt er etwas zu essen!” Ich bedanke mich also und beginne zu essen, derweil die Gastgeberin neben mir steht.
Eine Nachbarin schneit herein und setzt sich an den Tisch. Das Gespraech handelt von Familie, Eltern und Kindern und ich erzaehle von Heidrun und meiner Familie. Nach einer Weile lassen sich auch Donna Marika und Paulina nieder und trinken einen Saft. So wird aus dem etwas ungewohnt einsamen Mahl im Angesicht der Gastgeber doch eine gemuetlichere Damenrunde.
“Hab eine Ueberraschung fuer dich.” sage ich, und schneide mir das naechste Stueck Mamao ab, mein koestliches Fruehstuecksobst. “Die Datenblaetter sind fertig!” “Hast du es schon geschafft?” freut sie sich. “Ja, es ging. Du hast jetzt auch ein leeres Formular zum Ausfuellen.”
Wir fahren den PC hoch, da kommt schon die erste Oma, um ihre Enkelin anzumelden. Sie ist im Arbeitsgewand, unterwegs aufs Feld. Was fuer ein Kontrast: Wir sitzen vor einem neuen Notebook mit dem noch neueren, coolen Eingabeformular und die Frau mit der loechrigen Schuerze kann garantiert weder lesen noch schreiben.
Bild: R ohne Uhr

Maria bespricht mit ihr die notwenigen Fragen, gibt die Daten ein, druckt aus und laesst sie unterschreiben. Der erste Tag mit der Datenbank verlaeuft ohne groebere Stoerungen, aber es ist gut, dass ich in der Naehe bin.
Wir optimieren die Blaetter noch ein wenig und geben bis zum Abend alle Kinder ein. Maria uebt alle moeglichen Dinge, auch Abfragen erstellen. Wenn Eltern kommen, ziehe ich mich zurueck und lasse Eliane und Maria arbeiten. “Ich gehe wieder lernen, Maria!” “Nein, ich gehe jetzt lernen.” Antwortet sie ploetzlich. “Ich brauche ein paar Woerter, denn ich muss mit Pedro reden.” Ich horche auf, oho! Sie verwendet den Namen zum ersten Mal!
Maria faehrt “halbtrocken” fort: “Wenn ich das nicht kapiere bis du weg bist, muss er dich noch hier lassen.” Ich lache und entgegne: “Ist ok, Maria. Du musst nur gut ueberlegen, was leichter sein wird: Access zu lernen oder Pedro zu ueberreden.”
Natuerlich hatte ich auch Besuch, nicht nur das Buero! J
Jefferson, der 10-jaehrige Begleiter meiner See-Tour schaute vorbei und sah mir lange ruhig bei meinen Hausaufgaben in portugiesisch zu. Er ist ein huebscher junger Kerl und angenehm im Umgang, kann lesen und schreiben und sich auch selbst beschaeftigen.
Weiters spazierte ein gruener Leguan von etwa einem halben Meter Laenge durch den Garten, gerade dort wo ich die Waesche eingeweicht hatte.
Ich habe heute naemlich mit Sonnenenergie gewaschen! Man deponiere die Waesche in Seifenwasser in einem schwarzen Kuebel und lasse das mind. eine Stunde in der Sonne stehen – ergibt hier richtig heisses Wasser!
Zum Abendessen bin ich bei der Pflegemutter von Paulina eingeladen, Donna Marika. Ich soll ein wenig warten, “Setz dich doch”, heisst es. Mir ist nicht klar wohin, ich gehe in die Kueche und unterhalte mich mit der Gastgeberin. Sie waermt das Essen und es werden auf den Tisch gestellt: 3 Salate, Reis und Nudeln, Hendl in Sosse, Bohnen, Orangen und Bananen als Beilage oder Dessert.
Aufgedeckt wird nicht. Schliesslich bekomme ich den Sessel an der Stirnseite und einen Teller angeboten – und soll alleine essen. “Ist das hier so ueblich, dass man alleine isst?” “Aber ja! Wenn jemand auf Besuch kommt, dann bekommt er etwas zu essen!” Ich bedanke mich also und beginne zu essen, derweil die Gastgeberin neben mir steht.
Eine Nachbarin schneit herein und setzt sich an den Tisch. Das Gespraech handelt von Familie, Eltern und Kindern und ich erzaehle von Heidrun und meiner Familie. Nach einer Weile lassen sich auch Donna Marika und Paulina nieder und trinken einen Saft. So wird aus dem etwas ungewohnt einsamen Mahl im Angesicht der Gastgeber doch eine gemuetlichere Damenrunde.
rosa_r - 22. Feb, 16:58
