Brauchst du etwas?
Diese Frage stellt mir Sr. Clotilde am ersten Tag ein paar Mal.
Dazu ist zu sagen, dass es, wie im Englischen, keinen Unterschied gibt zwischen "brauchst du" und "brauchen sie".
Natuerlich brauche ich was: Zunaechst mal einen geladenen Akku fuers Handy. Sr. Jacinta, eine der Kuechenzauberinnen, siehst du auf dem Bild.

Sie nimmt den Akku mit Kennerblick in die Hand: "Das geht ja von 110 bis 240 Volt.", und das Ladegeraet passt auch in die Steckdose. Zur Sicherheit sollen wir uns aber in einem Geschaeft erkundigen.
"Willst du telefonieren?" "Ich wuerde gerne ein Email schicken". Kein Problem. Es gibt einen unbesetzten Computer mit schneller Internetverbindung. Der Computer ist seither oft besetzt. Ich habe jeden Bericht mehrfach geschrieben, weil das biestige Weblog sie beim Raufladen gefressen hat.
Die Infokette ueber Peter funktioniert, sehe ich in meinem Mail-Account. Fein! Die ueber Brigitte wahrscheinlich auch.
"Was brauchst du noch?" Ein paar Toilettartikel gehen wir einkaufen. Und eine schwarze Jacke. Wir finden einen Parka, ganz aehnlich einem Lieblingsstueck, das ich jahrelang getragen hatte. Wie nett! Nur leider zu gross. Wir sind die einzigen Kundinnen, es gibt drei Verkaeuferinnen, eine fuettert ein Kleinkind. So gibts grossen Bahnhof fuer uns. Man wird im anderen Geschaeft anrufen. Man wird uns Bescheid geben. Até manhã! Bis Morgen!
"Sonst noch etwas?" Ja, eine billige Uhr, das raten die Reisefuehrer. Meine ist zwar nicht teuer, aber mir sehr lieb geworden. Die neue erstehen wir noch um 12 Euro.
Benzin brauche ich gottseidank nicht. Er kostet gleich viel wie bei uns, etwas ueber einen Euro. Die Leute verdienen aber ca. die Haelfte.
Unser Spaziergang fuehrt schliesslich an der Schule der Schwestern vorbei. Leider kann ich nicht viel verstehen von der Situation der Schule und ihrer Arbeit. Nur soviel: Aus wirtschaftlichen Gruenden haben auch in Brasilien viele Familien nur 1 - 2 Kinder. Die Schulen stehen in einem harten Wettbewerb. Der Staat unterstuetzt private Schulen nicht. Anders als bei uns und in anderen suedamerikanischen Laendern muessen die Schulerhalter hier auch fuer die Lehrergehaelter aufkommen. Eine Lehrerin verdient je nach Vorausbildung zwischen 700 bis ueber 1000 Euro habe ich verstanden. Eine Sekretaerin in einem Wirtschaftsbetrieb in der Regel mehr. Das ist so wie bei uns.
Dazu ist zu sagen, dass es, wie im Englischen, keinen Unterschied gibt zwischen "brauchst du" und "brauchen sie".
Natuerlich brauche ich was: Zunaechst mal einen geladenen Akku fuers Handy. Sr. Jacinta, eine der Kuechenzauberinnen, siehst du auf dem Bild.

Sie nimmt den Akku mit Kennerblick in die Hand: "Das geht ja von 110 bis 240 Volt.", und das Ladegeraet passt auch in die Steckdose. Zur Sicherheit sollen wir uns aber in einem Geschaeft erkundigen.
"Willst du telefonieren?" "Ich wuerde gerne ein Email schicken". Kein Problem. Es gibt einen unbesetzten Computer mit schneller Internetverbindung. Der Computer ist seither oft besetzt. Ich habe jeden Bericht mehrfach geschrieben, weil das biestige Weblog sie beim Raufladen gefressen hat.
Die Infokette ueber Peter funktioniert, sehe ich in meinem Mail-Account. Fein! Die ueber Brigitte wahrscheinlich auch.
"Was brauchst du noch?" Ein paar Toilettartikel gehen wir einkaufen. Und eine schwarze Jacke. Wir finden einen Parka, ganz aehnlich einem Lieblingsstueck, das ich jahrelang getragen hatte. Wie nett! Nur leider zu gross. Wir sind die einzigen Kundinnen, es gibt drei Verkaeuferinnen, eine fuettert ein Kleinkind. So gibts grossen Bahnhof fuer uns. Man wird im anderen Geschaeft anrufen. Man wird uns Bescheid geben. Até manhã! Bis Morgen!
"Sonst noch etwas?" Ja, eine billige Uhr, das raten die Reisefuehrer. Meine ist zwar nicht teuer, aber mir sehr lieb geworden. Die neue erstehen wir noch um 12 Euro.
Benzin brauche ich gottseidank nicht. Er kostet gleich viel wie bei uns, etwas ueber einen Euro. Die Leute verdienen aber ca. die Haelfte.
Unser Spaziergang fuehrt schliesslich an der Schule der Schwestern vorbei. Leider kann ich nicht viel verstehen von der Situation der Schule und ihrer Arbeit. Nur soviel: Aus wirtschaftlichen Gruenden haben auch in Brasilien viele Familien nur 1 - 2 Kinder. Die Schulen stehen in einem harten Wettbewerb. Der Staat unterstuetzt private Schulen nicht. Anders als bei uns und in anderen suedamerikanischen Laendern muessen die Schulerhalter hier auch fuer die Lehrergehaelter aufkommen. Eine Lehrerin verdient je nach Vorausbildung zwischen 700 bis ueber 1000 Euro habe ich verstanden. Eine Sekretaerin in einem Wirtschaftsbetrieb in der Regel mehr. Das ist so wie bei uns.
rosa_r - 11. Nov, 14:05
