15.11. Tag der Republik, Feiertag in Brasilien
Ich habe die Schwestern zu einem Ausflug eingeladen und Mariana, die Studentin, sowie unser Gast Fatima sind mit mir in den Tiergarten gefahren.
Die Anreise mit dem Bus ist ziemlich abenteuerlich, wenn man sich nicht gut auskennt, weil die Verbindungen nirgends angeschrieben sind. Entweder man weiss es, oder man fragt (wenn man kann). Auf dem Bild lacht Fatima.
Etwa 50% der Tiere im Zoo sind in Brasilien beheimatet, die haben mich natuerlich am meisten interessiert. Die Elefanten und Giraffen haben meine Begleitung begeistert.
Den Schlangen sehe ich immer gerne zu, sie bewegen sich so elegant. Einfach unglaublich ist der Ueberschwang der Farben und Formen der Voegel hier. Von den Waldtieren hat mich besonders der Ameisenbaer beeindruckt, den ich zum ersten Mal gesehen habe und der mit ueber zwei Metern Laenge viel groesser ist, als ich angenommen hatte.

Um halb drei waren wir wieder zurueck und haben noch was Warmes vom Mittagessen bekommen. Danach waren wir aber wirklich muede, denn es war heute heiss bis schwuel. Ich bin um halb fuenf von der Siesta aufgewacht, als ein kurzes Gewitter die Luft wieder erfrischt hat.
Maria Elena, die letzte Provinzoberin von Brasilien, die zur Zeit in Rom als Generalraetin eingesetzt ist, hat am Abend angerufen. Es ist so aufmerksam von ihr, dass sie sich immer wieder erkundigt, ob alles in Ordnung ist: Wann ich die ersten Sprachlektionen bekomme etc.
Sie hat ziemlich Sehnsucht nach der Heimat. "Saudade!"
Im Rueckblick auf den heutigen Tag geht mir am meisten die Fahrt mit dem Bus nach. Aus mehreren Gruenden: São Paolo liegt in einem huegeligen Gebiet, man kommt also immer wieder an Punkte, von denen man eine gute Aussicht hat. Weiters sind wir lange durch eine Gegend gefahren, die wie die Zone des Uebergangs wirkt: Vom Slum, wo niemand arbeiten kann, zur Stadt mit ihren Wohn- und Arbeitsorten.
Die Haeuser sind einstoeckig, Wand an Wand aneinandergepickt, 4 bis 6 meter breit, ca 6 meter hoch. In der Regel sind sie hell oder geschmackvoll farbig verputzt, mit flachem Dach.
Im Parterre befindet sich eine Werkstatt, ein Geschaeft, ein Friseursalon etc., oben die Wohnung. Die Rollaeden vor den Geschaeften nehmen die ganze Breite des Hauses ein. Vom Boden bis zum Dach ist jedes Haus mit Graffitis beschrieben - beschmiert - bemalt, unterschiedlich.
Es hat mich an die Hoehlen in Spanien erinnert: Ganz nahe beieinander haben die Menschen sich ein Dach ueber dem Kopf geschaffen und trotzen dort der Natur - hier der urbanen Zivilisation eine Existenzgrundlage ab.
Die Anreise mit dem Bus ist ziemlich abenteuerlich, wenn man sich nicht gut auskennt, weil die Verbindungen nirgends angeschrieben sind. Entweder man weiss es, oder man fragt (wenn man kann). Auf dem Bild lacht Fatima.
Etwa 50% der Tiere im Zoo sind in Brasilien beheimatet, die haben mich natuerlich am meisten interessiert. Die Elefanten und Giraffen haben meine Begleitung begeistert.
Den Schlangen sehe ich immer gerne zu, sie bewegen sich so elegant. Einfach unglaublich ist der Ueberschwang der Farben und Formen der Voegel hier. Von den Waldtieren hat mich besonders der Ameisenbaer beeindruckt, den ich zum ersten Mal gesehen habe und der mit ueber zwei Metern Laenge viel groesser ist, als ich angenommen hatte.

Um halb drei waren wir wieder zurueck und haben noch was Warmes vom Mittagessen bekommen. Danach waren wir aber wirklich muede, denn es war heute heiss bis schwuel. Ich bin um halb fuenf von der Siesta aufgewacht, als ein kurzes Gewitter die Luft wieder erfrischt hat.
Maria Elena, die letzte Provinzoberin von Brasilien, die zur Zeit in Rom als Generalraetin eingesetzt ist, hat am Abend angerufen. Es ist so aufmerksam von ihr, dass sie sich immer wieder erkundigt, ob alles in Ordnung ist: Wann ich die ersten Sprachlektionen bekomme etc.
Sie hat ziemlich Sehnsucht nach der Heimat. "Saudade!"
Im Rueckblick auf den heutigen Tag geht mir am meisten die Fahrt mit dem Bus nach. Aus mehreren Gruenden: São Paolo liegt in einem huegeligen Gebiet, man kommt also immer wieder an Punkte, von denen man eine gute Aussicht hat. Weiters sind wir lange durch eine Gegend gefahren, die wie die Zone des Uebergangs wirkt: Vom Slum, wo niemand arbeiten kann, zur Stadt mit ihren Wohn- und Arbeitsorten.
Die Haeuser sind einstoeckig, Wand an Wand aneinandergepickt, 4 bis 6 meter breit, ca 6 meter hoch. In der Regel sind sie hell oder geschmackvoll farbig verputzt, mit flachem Dach.
Im Parterre befindet sich eine Werkstatt, ein Geschaeft, ein Friseursalon etc., oben die Wohnung. Die Rollaeden vor den Geschaeften nehmen die ganze Breite des Hauses ein. Vom Boden bis zum Dach ist jedes Haus mit Graffitis beschrieben - beschmiert - bemalt, unterschiedlich.
Es hat mich an die Hoehlen in Spanien erinnert: Ganz nahe beieinander haben die Menschen sich ein Dach ueber dem Kopf geschaffen und trotzen dort der Natur - hier der urbanen Zivilisation eine Existenzgrundlage ab.
rosa_r - 16. Nov, 17:03
