11.12. Markt und Messe
Heute feiern die Padres der Comunidade ein Fest: Vier junge Augustiner werden ihre sogenannten "Ewigen Geluebde" ablegen.
Hilda meint: "Vor der Messe muessen wir noch einkaufen am Markt." Na, da biete ich doch gleich meine Hilfe an und nehme die Kamera mit.
Fuer die Leute hier ist es kurios, dass ich zahlreiche ihnen so vertraute Gemuese noch nie gesehen habe und noch seltsamer erscheint ihnen, dass ich Gemuese fotografiere.

Am Markt wird Kraut frisch geschnitten, es gibt einen Stand mit etwa 20 Kartoffelsorten (Brasilien ist ja das Heimatland der Kartoffel), es gibt unzaehliche Salatsorten, dazwischen einen Stand mit Fruchsaeften und Imbissen - eine Wonne fuer alle Sinne, finde ich.
Die Festmesse um 10 war erwartungsgemaess aussergewoehnlich lebendig.
Ort diesmal: Die Eingangshalle einer Schule.
Wie ueblich eroeffnen "Animadores", die eine Moderationsfunktion waehrend der ganzen Messe wahrnehmen. Zu Beginn werden alle anwesenden Gruppen und Gemeinschaften aufgerufen und mit Gesang begruesst (wie im Stadion, vielleicht etwas lustiger).

Die anwesenden Jugendlichen heizen die Stimmung mit ihren Sprechchoeren, Singen und Tanzen ungemein auf. "Legal!" heisst sowas wie "wie toll! geil!". Es gibt auch "superlegal!" und das passt hier.
Der Gottesdienst zelebriert einen wichtigen Uebergang fuer die vier jungen Maenner. Sie sind zunaechst Mitglieder ihrer Familien und sitzen nicht bei den Padres hinter dem Altar, sondern unten "beim Volk". Im Verlauf der Messe loesen sie sich sichtbar heraus, und werden mit der Aufnahme in den Orden auch hinauf zum Altar geholt. Der Dank an die Familien und eine symbolische, herzliche Verabschiedung gehen zu Herzen. An diesem Moment haelt jede und jeder die Luft an.
Danach wird erleichtert weiter gefeiert. Die Initiation ist vollzogen. Die Jungen haben den Segen erhalten zu gehen.
Die Messe dauerte insgesamt drei Stunden, wirkte aber weniger auseinandergezogen als der Thanksgiving-Gottesdienst in der Schule. Es ist eben eine sinnvolle, in sich geschlossene Einheit: Vorbereitung - Uebergang - Nachbereitung.
Zum Mittagessen waren alle eingeladen und entsprechend bunt war die "Tischgemeinschaft". Die anwesenden Leitungspersonen haben mit uns allen aus Plastiktellern am Schoss gegessen.
Am Nachmittag fahre ich mit Terezinha zurueck in die Schule, denn morgen habe ich wieder Portugiesisch-Unterricht. Es geht sich noch ein Besuch in der Stadt aus: Ich schlendere 45 Minuten entlang der Avenida Paulista und erstehe ein paar Ansichtskarten. Den gesuchten Stock mit dem silbernen Jaguar-Kopf (Wow!), den ich beim letzten Beusch hier entdeckt hatte, habe ich leider nicht mehr bekommen.
Hilda meint: "Vor der Messe muessen wir noch einkaufen am Markt." Na, da biete ich doch gleich meine Hilfe an und nehme die Kamera mit.
Fuer die Leute hier ist es kurios, dass ich zahlreiche ihnen so vertraute Gemuese noch nie gesehen habe und noch seltsamer erscheint ihnen, dass ich Gemuese fotografiere.

Am Markt wird Kraut frisch geschnitten, es gibt einen Stand mit etwa 20 Kartoffelsorten (Brasilien ist ja das Heimatland der Kartoffel), es gibt unzaehliche Salatsorten, dazwischen einen Stand mit Fruchsaeften und Imbissen - eine Wonne fuer alle Sinne, finde ich.
Die Festmesse um 10 war erwartungsgemaess aussergewoehnlich lebendig.
Ort diesmal: Die Eingangshalle einer Schule.
Wie ueblich eroeffnen "Animadores", die eine Moderationsfunktion waehrend der ganzen Messe wahrnehmen. Zu Beginn werden alle anwesenden Gruppen und Gemeinschaften aufgerufen und mit Gesang begruesst (wie im Stadion, vielleicht etwas lustiger).

Die anwesenden Jugendlichen heizen die Stimmung mit ihren Sprechchoeren, Singen und Tanzen ungemein auf. "Legal!" heisst sowas wie "wie toll! geil!". Es gibt auch "superlegal!" und das passt hier.
Der Gottesdienst zelebriert einen wichtigen Uebergang fuer die vier jungen Maenner. Sie sind zunaechst Mitglieder ihrer Familien und sitzen nicht bei den Padres hinter dem Altar, sondern unten "beim Volk". Im Verlauf der Messe loesen sie sich sichtbar heraus, und werden mit der Aufnahme in den Orden auch hinauf zum Altar geholt. Der Dank an die Familien und eine symbolische, herzliche Verabschiedung gehen zu Herzen. An diesem Moment haelt jede und jeder die Luft an.
Danach wird erleichtert weiter gefeiert. Die Initiation ist vollzogen. Die Jungen haben den Segen erhalten zu gehen.
Die Messe dauerte insgesamt drei Stunden, wirkte aber weniger auseinandergezogen als der Thanksgiving-Gottesdienst in der Schule. Es ist eben eine sinnvolle, in sich geschlossene Einheit: Vorbereitung - Uebergang - Nachbereitung.
Zum Mittagessen waren alle eingeladen und entsprechend bunt war die "Tischgemeinschaft". Die anwesenden Leitungspersonen haben mit uns allen aus Plastiktellern am Schoss gegessen.
Am Nachmittag fahre ich mit Terezinha zurueck in die Schule, denn morgen habe ich wieder Portugiesisch-Unterricht. Es geht sich noch ein Besuch in der Stadt aus: Ich schlendere 45 Minuten entlang der Avenida Paulista und erstehe ein paar Ansichtskarten. Den gesuchten Stock mit dem silbernen Jaguar-Kopf (Wow!), den ich beim letzten Beusch hier entdeckt hatte, habe ich leider nicht mehr bekommen.
rosa_r - 15. Dez, 16:59
