22.12. Dreaming of a white Christmas
"Rosa ist ein schoener Name. Bist du eine weisse oder eine rote Rose?" fragt Bernardette, eine kleine, kecke, aeltere Schwester, die mit Hilda einen Kaffetratsch in der Frueh macht.
Da muss ich lachen, denn heute ist die Antwort klar: Soooooooo Rooooot!
Mit den Kids im Bad habe ich doch zuviel Sonne gekriegt und weil ich meine Haut gerne behalten will, kaufe ich mir jetzt eine Lotion mit Aloe Vera. (Ist ein Geheimtipp. Hat bei mir noch immer funktioniert!)
Unterwegs komme ich an einer Bar vorbei. Eine bekannte Melodie wird da im "La Paloma"-Stil mit Mandoline und viel Schmalz gezirpt: "I`m dreaming of a white Christmas..."
Zwischen Strandsandalen und Kokusnuesen in der Vorstadt von Sao Paulo, bei 27 Grad um 10 Uhr in der Frueh und Sonnenbrand auf der Nase klingt das einfach herrlich schraeg!
Das ist ja fast so gut wie die Situation bei der Hydrogymnastik, die ich bisher unterschlagen habe: Wir sind 50 Damen im schwarzen Badeanzug und werden mit dem militaerischen Eifer des Vorturners animiert, die Beine auszustrecken und die Arme in die Hoehe zu recken und der Lautsprecher plaerrt den Disco-Hit: "Its raining men - halleluja!"
Nur gut, dass hier niemand englisch versteht. Sie werden sich nur gewundert haben, was mich so erheitert.
Heute Nachmittag ist die vorlaeufig letzte Weihnachts- und Papa-Noel-Gabenfeier des heurigen Jahres fuer mich. Diesmal im Frauenhaus, wo mich Dulce schon zweimal mitgenommen hat.
Vielleicht erinnerst du dich noch an den Bericht vom 9.12, dann habe eine Korrektur nachzutragen. Inzwischen hat mir Fernanda, eine Bewohnerin alles gezeigt:
Es gibt sieben Saele (nicht drei) und in jedem stehen 7 - 9 Stockbetten. Da derzeit etwa 50 Frauen mit ihren Kindern dort leben sind das ca. 7 Familien pro Raum.
Sie haben einen Raum voller Spielsachen fuer die Kinder und einen kleinen Innenhof mit Schaukel und Rutsche. Das werde auch verwendet, sagt Fernanda. Allerdings kann ich das nicht recht glauben.
Die Stimmung ist heute schlecht. Nicht, dass jemand grantig ist, aber es fehlt etwas: Die brasilianische Herzlichkeit und Aufmerksamkeit. Die Vorbereitungen fuer die Feier sind noch nicht oder lieblos gemacht.
Dulce klaert mich auf: Das Frauenhaus wird von einer anderen Organisation uebernommen und die Leiterin hat das genuetzt und fast alle MitarbeiterInnen gekuendigt. Sie will mit einem neuen Team beginnen.
Die Spannung in der Luft macht den Nachmittag anstrengend. Ein paar Unverzagte, die sich noch engagieren, werden von den anderen allein gelassen.
Ich uebernehme eine Kindergruppe und wir malen und nachher mache ich wieder viele Fotos. Einige Frauen und Kinder haben Lieder einstudiert und singen mit uns. Das steckt schliesslich doch an und bringt uns in Schwung.
Bild: Dulce mit Gregoria, die zurueck zu ihrer Familie will, und einer Mitarbeiterin

Nach dem Abendessen, das es heute mit 2 Stunden Verspaetung um 8 Uhr gibt, verabschieden auch wir uns.
Muede kommen wir daheim an und reden noch lange mit Hilda, die sich zwar nicht ins Frauenhaus traut, heute aber ganz interessiert ist.
Schliesslich packt Dulce auch noch Geschichten aus ihrer Arbeit mit Prostituierten aus, da wird es spaet.
Da muss ich lachen, denn heute ist die Antwort klar: Soooooooo Rooooot!
Mit den Kids im Bad habe ich doch zuviel Sonne gekriegt und weil ich meine Haut gerne behalten will, kaufe ich mir jetzt eine Lotion mit Aloe Vera. (Ist ein Geheimtipp. Hat bei mir noch immer funktioniert!)
Unterwegs komme ich an einer Bar vorbei. Eine bekannte Melodie wird da im "La Paloma"-Stil mit Mandoline und viel Schmalz gezirpt: "I`m dreaming of a white Christmas..."
Zwischen Strandsandalen und Kokusnuesen in der Vorstadt von Sao Paulo, bei 27 Grad um 10 Uhr in der Frueh und Sonnenbrand auf der Nase klingt das einfach herrlich schraeg!
Das ist ja fast so gut wie die Situation bei der Hydrogymnastik, die ich bisher unterschlagen habe: Wir sind 50 Damen im schwarzen Badeanzug und werden mit dem militaerischen Eifer des Vorturners animiert, die Beine auszustrecken und die Arme in die Hoehe zu recken und der Lautsprecher plaerrt den Disco-Hit: "Its raining men - halleluja!"
Nur gut, dass hier niemand englisch versteht. Sie werden sich nur gewundert haben, was mich so erheitert.
Heute Nachmittag ist die vorlaeufig letzte Weihnachts- und Papa-Noel-Gabenfeier des heurigen Jahres fuer mich. Diesmal im Frauenhaus, wo mich Dulce schon zweimal mitgenommen hat.
Vielleicht erinnerst du dich noch an den Bericht vom 9.12, dann habe eine Korrektur nachzutragen. Inzwischen hat mir Fernanda, eine Bewohnerin alles gezeigt:
Es gibt sieben Saele (nicht drei) und in jedem stehen 7 - 9 Stockbetten. Da derzeit etwa 50 Frauen mit ihren Kindern dort leben sind das ca. 7 Familien pro Raum.
Sie haben einen Raum voller Spielsachen fuer die Kinder und einen kleinen Innenhof mit Schaukel und Rutsche. Das werde auch verwendet, sagt Fernanda. Allerdings kann ich das nicht recht glauben.
Die Stimmung ist heute schlecht. Nicht, dass jemand grantig ist, aber es fehlt etwas: Die brasilianische Herzlichkeit und Aufmerksamkeit. Die Vorbereitungen fuer die Feier sind noch nicht oder lieblos gemacht.
Dulce klaert mich auf: Das Frauenhaus wird von einer anderen Organisation uebernommen und die Leiterin hat das genuetzt und fast alle MitarbeiterInnen gekuendigt. Sie will mit einem neuen Team beginnen.
Die Spannung in der Luft macht den Nachmittag anstrengend. Ein paar Unverzagte, die sich noch engagieren, werden von den anderen allein gelassen.
Ich uebernehme eine Kindergruppe und wir malen und nachher mache ich wieder viele Fotos. Einige Frauen und Kinder haben Lieder einstudiert und singen mit uns. Das steckt schliesslich doch an und bringt uns in Schwung.
Bild: Dulce mit Gregoria, die zurueck zu ihrer Familie will, und einer Mitarbeiterin

Nach dem Abendessen, das es heute mit 2 Stunden Verspaetung um 8 Uhr gibt, verabschieden auch wir uns.
Muede kommen wir daheim an und reden noch lange mit Hilda, die sich zwar nicht ins Frauenhaus traut, heute aber ganz interessiert ist.
Schliesslich packt Dulce auch noch Geschichten aus ihrer Arbeit mit Prostituierten aus, da wird es spaet.
rosa_r - 26. Dez, 17:34
