27.11. Ein Arbeitsmeeting

Im Haus Guadalupe findet heute mein erstes Arbeitstreffen seit langem statt. Wir wollenn die Projektidee "Haus fuer Muetter und Kinder mit HIV-Virus" klaeren. Diese Anfangssituation ist "multidiffus". Wer kommt? Wer will was? Und was soll ich hier?

Wir sind zu fuenft: Das Team der jungen LeiterInnen in Recilazaro, die ich bereits kennen gelernt habe, und ich.
Zu Beginn gelingt es mir, die Situation und die Erwartungen gut zu klaeren. Ich will keine Illusionen naehren, was von mir zu erwarten waere.

Diese Arbeit ist mein normaler Job, ich habe ein paar Vokabeln vorbereitet, erkenne aber bald, wieviel Fachsprache ich normalerweise benutze. Um den Prozess nicht total zu verlangsamen, beschraenke ich mich aufs Zuhoeren und kaempfe damit, in groben Zuegen das Gespraech mit zu verfolgen. Ab und zu nuetze ich den Bonus, von aussen zu kommen, und hinterfrage fixe Vorstellungen. Die vier haben viel Potenzial. Sie arbeiten zuegig, gruendlich und zielorientiert.
Die noetigen Informationen werden gesammelt, was noch geklaert werden muss wird aufgeteilt. Mit einem Zeitplan schliessen wir ab.
Die Konzentration, einigermassen mitzuhalten, strengt mich hoellisch an.
Erst beim Mittagessen kann ich endlich pausieren und die Gedanken schweifen lassen. Das Team gefaellt mir. Handy und Auto hat nur Fabio, der taeglich zwischen seinen zwei Dienststellen, den "Clinicas" ausserhalb von Sao Paulo, hin- und herpendelt.

Nach dem Mittagessen zeigt mir Manoel noch die Kommunikationszentrale, wo er mit einem Kollegen arbeitet. Manoel ist stolz auf das Radioprogramm, das sie jetzt fuer die und mit den KlientInnen begonnen haben.

Er gibt mir noch Hinweise ueber andere Organisationen und ich freue mich, dass er die Steyler Missionare gut kennt, ja sich dort zugehoerig fuehlt. Wieder eine unterirdische Beziehung, die ich gerne verfolgen will.

Wieder daheim bin ich hundemuede und schlafe erstmal eine halbe Stunde. Mit Peter werden die 17:30 Uhr-SMS gewechselt, das hat sich schon fast eingespielt.

Vor dem Abendessen suche ich einen Schuhmacher in der Nachbarschaft und lasse meine Sandalen naehen. Gottseidank finde ich die meisten Wege jetzt selbstaendig und brauche immer weniger Unterstuetzung.
Wie Marianna sagte: "Mit ein bisschen Geld und mit ein bisschen portugiesisch kommt Rosa schon weit."

Das wichtigste KURZ

Endlich Fotos! - ab 1.2.. Dieses Blog enthaelt Notizen und Fotos bis zum 23.2., der ersten Zeit in Piaui. Fortsetzung unter <2brasil.twoday.net>!!!!!!!! Seit 30.1. geniesse das Landleben im "Wilden Westen" von Brasilien - das ist der Nordosten, genauer gesagt Bundesstaat Piaui! Derzeit wohne ich in der Fundacao ASAS, einem privaten Bildungsprojekt fuer Kinder aus benachteiligten Familien. Roberto, der Gruender, ist Hoellaender und arbeitet hier als Seelsorger. Die Gemeinde Sao Miguel hat etwa 3000 EW, laendlicher Raum, schoene Natur, derzeit angenehm sommerliches Wetter. Ich arbeite im Buero, habe viel Kontakt mit Kindern und besuche Familien. Die ersten 2,5 Monate habe ich in Sao Paulo gelebt, in verschiedenen Haeusern der Schwestern der Congregatio Jesu: Zentrale, Schule, Peripherie. Besuchte Sozialprojekte, interviewte interessante Menschen, recherierte viel im Internet, lernte portugiesisch und half ehrenamtlich mit.

Info fuer AllesleserInnen

Das Tagebuch ist wieder aktuell. Falls dein PC manche Tage nicht anzeigt, gehe in der obersten Befehlszeile auf "brasil" und wenn die Auswahl sich zeigt auf "Tagebuch". Die Suchmaschine funktioniert auch, allerdings muss man halt wissen, was man finden will... Peter und Heidrun wissen normalerweise, wie es mir geht: peter.hirsch@atnet.at; HeidrunLange1984@aol.com

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