28.12. Rudis.Lebens.Kunst
Peter und Rudi sind alte Freunde, die unter anderem die Freude am fotografieren miteinander teilen. Weil Rudi in Brasilien verschwunden ist, verloren sie den Kontakt miteinander vor etwa 30 Jahren. Jetzt hat sich Peter aufgemacht, ihn wieder zu suchen, und im Netz wurde er fuendig. Nach drei Stunden Portugiesisch-Unterricht wagte ich ein Telefonat und Rudi lud mich zu seiner Familie ins Landhaus ein.
Heute ist es soweit und ich nehme diese Einladung gerne nehme ich an. Peter hat mich schon neugierig gemacht. Zur vereinbarten Zeit laeutet es und zwei Herren, Vater Rudi und Sohn Benjamin, stehen vor der Hausumzaeunung. "Du oder ich, einer von uns ist ganz schoen eingesperrt.", meint Rudi. Mein Aufenthalt bei den Schwestern scheint ihm vorerst suspekt.
Wir fahren in die Stadt zum Mittagessen und ich bemerke, dass ich zum ersten Mal in einem Restaurant in Brasilien esse. War gut, dennoch: "Daheim schmeckts besser".
Stela, Rudis Frau, und Lidia, eine Freundin, treffen sich hier mit uns dreien.
Rudi ist 2 Jahre juenger als Peter und Stela 2 Jahre juenger als ich. Die gemeinsame Tochter Katja lerne ich anschliessend im Landhaus kennen. Sie ist ein blonder Schatz und zunaechst zurueckhaltend. Aber sie laesst sich erobern und wir machen einen Haufen Bilder vom Haus, von den Schafen und Huehnern und von ihrem kleinen Hund, der vor kurzem zugelaufen ist.

Das Gut liegt auf einer Anhoehe etwa 40 km westlich von Sao Paulo und bietet einen herrlichen Blick auf die gruenen Huegel ringsherum sowie auf die Wolkenkratzer der Stadt in der Ferne.

Neben dem anmutigen Haupthaus gibt es hier noch weitere Gebaeude: Das Wohnhaus der Familie der Hausbesorger, Werkstatt und Glashaus, Huehnerstall und Rosengarten, Kamin fuer Churrasco und gemauerte Backoefen fuer Pizza und Brot und noch viel anderes.
Im Haus hat Rudi umgebaut. Ich glaube ich habe noch nie eine so schoene Wohnung gesehen, mit liebevoller Perfektion und grosszuegiger Gemuetlichkeit gleichzeitig.
Die Kueche zum Beispiel muss ein Platz fuer Liebhaber sein. Ja, richtig, bald stellt sich heraus, dass Rudi nicht nur gerne, sondern excellent kocht! Eines seiner naechsten Projekte ist ein Partyservice der oberen Klasse mit der von Rudi kreierten Variante der "Treczniewski"-Broetchen.

Mit dem 18-jaehrigen Beni aus Wien durchstreife ich das Gelaende mit Weide und Wald, Teich und Gemuesegarten, Schule und Spielplatz. Die vier grossen Hunde duerfen erst in der Nacht heraus. Beni hat die Mittelschule abgeschlossen und ueberbrueckt die Zeit bis zum Zivildienst bei seinem Vater.
Ich kann das gut verstehen, denn hier ist ein Platz zum Aufatmen. Gleichzeitig hat Rudi Kopf und alle Haende voll zu tun mit vielen neuen Ideen.
Stela und Rudi sind freiberuflich taetig. Sie arbeitet als Journalistin und recherchiert. Er, als gelernter Grafiker und Filmemacher, setzt es kuenstlerisch um. Die Liste der Vorzeigeprojekte ist umfangreich und zeigt wie vielfaeltig und professionell die beiden arbeiten. Ein gemeinsames Projekt ist die Schule, aber davon spaeter mehr.
Ich habe eine CD mit Bildern von Peter dabei, und Rudi muss schmunzeln. Schliesslich schiesst Beni ein Foto von Rudi und mir und wir schicken es gleich an Peter. Der ist so praktisch mit dabei, wenn wir jetzt ratschen.
Der Abend wird gemuetlich mit Mensch-aergere-dich-nicht und Gespraechen. In Wien spielt Beni Gitarre in einer Funk-Band und er klaert mich ein wenig auf, was man denn gerade so hoert. Vieles gefaellt mir.
Es wird spaet und Rudi laedt mich ein zu uebernachten. Ich darf sogar zu Katja in ihr maerchenhaftes Zimmer.
Ein gluecklicher Tag!
Heute ist es soweit und ich nehme diese Einladung gerne nehme ich an. Peter hat mich schon neugierig gemacht. Zur vereinbarten Zeit laeutet es und zwei Herren, Vater Rudi und Sohn Benjamin, stehen vor der Hausumzaeunung. "Du oder ich, einer von uns ist ganz schoen eingesperrt.", meint Rudi. Mein Aufenthalt bei den Schwestern scheint ihm vorerst suspekt.
Wir fahren in die Stadt zum Mittagessen und ich bemerke, dass ich zum ersten Mal in einem Restaurant in Brasilien esse. War gut, dennoch: "Daheim schmeckts besser".
Stela, Rudis Frau, und Lidia, eine Freundin, treffen sich hier mit uns dreien.
Rudi ist 2 Jahre juenger als Peter und Stela 2 Jahre juenger als ich. Die gemeinsame Tochter Katja lerne ich anschliessend im Landhaus kennen. Sie ist ein blonder Schatz und zunaechst zurueckhaltend. Aber sie laesst sich erobern und wir machen einen Haufen Bilder vom Haus, von den Schafen und Huehnern und von ihrem kleinen Hund, der vor kurzem zugelaufen ist.

Das Gut liegt auf einer Anhoehe etwa 40 km westlich von Sao Paulo und bietet einen herrlichen Blick auf die gruenen Huegel ringsherum sowie auf die Wolkenkratzer der Stadt in der Ferne.

Neben dem anmutigen Haupthaus gibt es hier noch weitere Gebaeude: Das Wohnhaus der Familie der Hausbesorger, Werkstatt und Glashaus, Huehnerstall und Rosengarten, Kamin fuer Churrasco und gemauerte Backoefen fuer Pizza und Brot und noch viel anderes.
Im Haus hat Rudi umgebaut. Ich glaube ich habe noch nie eine so schoene Wohnung gesehen, mit liebevoller Perfektion und grosszuegiger Gemuetlichkeit gleichzeitig.
Die Kueche zum Beispiel muss ein Platz fuer Liebhaber sein. Ja, richtig, bald stellt sich heraus, dass Rudi nicht nur gerne, sondern excellent kocht! Eines seiner naechsten Projekte ist ein Partyservice der oberen Klasse mit der von Rudi kreierten Variante der "Treczniewski"-Broetchen.

Mit dem 18-jaehrigen Beni aus Wien durchstreife ich das Gelaende mit Weide und Wald, Teich und Gemuesegarten, Schule und Spielplatz. Die vier grossen Hunde duerfen erst in der Nacht heraus. Beni hat die Mittelschule abgeschlossen und ueberbrueckt die Zeit bis zum Zivildienst bei seinem Vater.
Ich kann das gut verstehen, denn hier ist ein Platz zum Aufatmen. Gleichzeitig hat Rudi Kopf und alle Haende voll zu tun mit vielen neuen Ideen.
Stela und Rudi sind freiberuflich taetig. Sie arbeitet als Journalistin und recherchiert. Er, als gelernter Grafiker und Filmemacher, setzt es kuenstlerisch um. Die Liste der Vorzeigeprojekte ist umfangreich und zeigt wie vielfaeltig und professionell die beiden arbeiten. Ein gemeinsames Projekt ist die Schule, aber davon spaeter mehr.
Ich habe eine CD mit Bildern von Peter dabei, und Rudi muss schmunzeln. Schliesslich schiesst Beni ein Foto von Rudi und mir und wir schicken es gleich an Peter. Der ist so praktisch mit dabei, wenn wir jetzt ratschen.
Der Abend wird gemuetlich mit Mensch-aergere-dich-nicht und Gespraechen. In Wien spielt Beni Gitarre in einer Funk-Band und er klaert mich ein wenig auf, was man denn gerade so hoert. Vieles gefaellt mir.
Es wird spaet und Rudi laedt mich ein zu uebernachten. Ich darf sogar zu Katja in ihr maerchenhaftes Zimmer.
Ein gluecklicher Tag!
rosa_r - 30. Dez, 01:27
