5.1. Pack die Badehose ein!
Donnerstag um 7 Uhr frueh holt mich Candinha ab. Sie ist die Schwester, die andere gerne begleitet, sich gut auskennt und die Rosinha zu mir sagt. Diesmal aber uebernehme ich bald die Fuehrung, denn entweder ist sie heute nervoes oder sie war schon lange nicht mehr am Busbahnhof in Jabaquara. Ist diese kleine Huerde aber erst einmal gemeistert und sitzt man im richtigen Wagen, gehts bequem durch die Landschaft. Per Bus, das ist die typische Art zu reisen, die Bahn hat fast nur Gueterzuege in Brasiien.
Um 9:30 gehts los, nach einer Stunde Fahrt gibts etwa 15 Minuten Pause und ich erkaempfe erfolgreich ein koestliches Kaesegebaeck fuer uns 2. Wir kommen zur Mittagszeit an. Ich schleppe meinen dicken Rucksack durch die aergste Hitze, trab trab, trab, immer Candinha nach, und die fragt mal hier und mal da, wie denn diese Strasse heisst. Ich werde langsam unruhig. Nach 10 Minuten hats sie es geschafft und ich glaube ihr, dass sie den Weg nicht mehr weiss, aber nein, reingefallen.
Wir sind schon da! Sie redet einfach gern mit den Leuten.

Das Ferienhaus der Schwestern ist gross genug fuer kleine Gruppen, hat etwa 10 Einzelzimmer, Dusche und WC am Gang. Der Garten ist ein Traum, die Jahreszeit optimal, denn jetzt bluehen die Baeume und ich weiss nicht, wo ich zuerst hinschauen soll.

Derzeit ist grad Zita da, eine Schwester aus der Gemeinschaft, die wir am 1.1. besucht haben. Sie hat schon gekocht und gleich einen Zeitplan fuer uns aufgestellt: Essen, in die Stadt und einkaufen, an den Strand etc. Doch ich bin schon so angepasst, dass ohne einen gemuetlichen Cafezinho erst mal gar nichts laeuft. Die eilige Zita macht mich unruhig. "Keine Zeit verlieren!", meint sie. Zu spaet, denke ich, ist grad passiert.
Die sieben Minuten zum Strand mit den neuen Hawaisandalen sind Freiheit fuer die Zehen. Ich bin ja noch selten am Meer gewesen und geniesse den Horizont und das Schlagen der Wellen besonders.
Der Sand ist allerfeinst und hell. Langsam gehe ich ins Wasser und bereits bei Knietiefe haut mich die erste Welle fast um. Das Salz auf der Zunge lehrt mich Respekt. Schwimmen traue ich mich nicht, aber ich plantsche herum und erlebe einen heiteren Wettlauf mit dem Wasser. Immer wieder muss ich laut lachen, weils so witzig ist, wenn mich eine Welle die 5 Meter zuerueckwirft, die ich grad ins Wasser gewatet bin.
Die grossen Wellen hoeren nicht auf. Nacheinander und miteinander donnern sie heran, als wollten sie einander ueberholen. Ich merke, wie ungewohnt mir das ist und rechne zurueck: Es ist mehr als 20 Jahre her, als ich das letzte Mal am Meer war.
Muede komme ich heim und nach der Dusche gehts bald in die Messe, auch das hat Zita schon geplant. Man soll ja mal ausprobieren, was die Insider so empfehlen.
Die Kirche ist unsaeglich geschmueckt: Ueber dem Hl. Josef haengt ein kleiner dicker Santa Claus, das ist nur ein Detail. Es gibt keine Vorsaenger und das eroeffnet die Moeglichkeit, dass vom Beginn des Liedes an um die Vorherrschaft gesungen und gerungen wird. Vielstimmig gehts zu Ende, denn die eifrigen Messbesuchern nutzen das breite Band der Moeglichkeiten weitestgehend aus.
Dass ich von der Predigt nichts verstehe ist normal, diesmal aber versteht auch Candinha nichts. Das laesst die ewig gut aufgelegte zum ersten mal ein klein wenig kritisch werden. "Que pena!" "So schade!" So eine schoene Kirche! Aber leider ist der Klang "meia boa". Direkt uebersetzt: mittelgut, im Klartext: mittelscheusslich. Ein Wort wie "schlecht" gibts eigentlich nur im Woerterbuch, ausser man kritisiert die eigenen Dinge: Politik, Wetter etc.
Am Abend komme ich endlich wieder mal dazu, eine Passience zu legen. Das versetzt mich endgueltig in Ferienstimmung. Frei werden, wie schoen!
Um 9:30 gehts los, nach einer Stunde Fahrt gibts etwa 15 Minuten Pause und ich erkaempfe erfolgreich ein koestliches Kaesegebaeck fuer uns 2. Wir kommen zur Mittagszeit an. Ich schleppe meinen dicken Rucksack durch die aergste Hitze, trab trab, trab, immer Candinha nach, und die fragt mal hier und mal da, wie denn diese Strasse heisst. Ich werde langsam unruhig. Nach 10 Minuten hats sie es geschafft und ich glaube ihr, dass sie den Weg nicht mehr weiss, aber nein, reingefallen.
Wir sind schon da! Sie redet einfach gern mit den Leuten.

Das Ferienhaus der Schwestern ist gross genug fuer kleine Gruppen, hat etwa 10 Einzelzimmer, Dusche und WC am Gang. Der Garten ist ein Traum, die Jahreszeit optimal, denn jetzt bluehen die Baeume und ich weiss nicht, wo ich zuerst hinschauen soll.

Derzeit ist grad Zita da, eine Schwester aus der Gemeinschaft, die wir am 1.1. besucht haben. Sie hat schon gekocht und gleich einen Zeitplan fuer uns aufgestellt: Essen, in die Stadt und einkaufen, an den Strand etc. Doch ich bin schon so angepasst, dass ohne einen gemuetlichen Cafezinho erst mal gar nichts laeuft. Die eilige Zita macht mich unruhig. "Keine Zeit verlieren!", meint sie. Zu spaet, denke ich, ist grad passiert.
Die sieben Minuten zum Strand mit den neuen Hawaisandalen sind Freiheit fuer die Zehen. Ich bin ja noch selten am Meer gewesen und geniesse den Horizont und das Schlagen der Wellen besonders.
Der Sand ist allerfeinst und hell. Langsam gehe ich ins Wasser und bereits bei Knietiefe haut mich die erste Welle fast um. Das Salz auf der Zunge lehrt mich Respekt. Schwimmen traue ich mich nicht, aber ich plantsche herum und erlebe einen heiteren Wettlauf mit dem Wasser. Immer wieder muss ich laut lachen, weils so witzig ist, wenn mich eine Welle die 5 Meter zuerueckwirft, die ich grad ins Wasser gewatet bin.
Die grossen Wellen hoeren nicht auf. Nacheinander und miteinander donnern sie heran, als wollten sie einander ueberholen. Ich merke, wie ungewohnt mir das ist und rechne zurueck: Es ist mehr als 20 Jahre her, als ich das letzte Mal am Meer war.
Muede komme ich heim und nach der Dusche gehts bald in die Messe, auch das hat Zita schon geplant. Man soll ja mal ausprobieren, was die Insider so empfehlen.
Die Kirche ist unsaeglich geschmueckt: Ueber dem Hl. Josef haengt ein kleiner dicker Santa Claus, das ist nur ein Detail. Es gibt keine Vorsaenger und das eroeffnet die Moeglichkeit, dass vom Beginn des Liedes an um die Vorherrschaft gesungen und gerungen wird. Vielstimmig gehts zu Ende, denn die eifrigen Messbesuchern nutzen das breite Band der Moeglichkeiten weitestgehend aus.
Dass ich von der Predigt nichts verstehe ist normal, diesmal aber versteht auch Candinha nichts. Das laesst die ewig gut aufgelegte zum ersten mal ein klein wenig kritisch werden. "Que pena!" "So schade!" So eine schoene Kirche! Aber leider ist der Klang "meia boa". Direkt uebersetzt: mittelgut, im Klartext: mittelscheusslich. Ein Wort wie "schlecht" gibts eigentlich nur im Woerterbuch, ausser man kritisiert die eigenen Dinge: Politik, Wetter etc.
Am Abend komme ich endlich wieder mal dazu, eine Passience zu legen. Das versetzt mich endgueltig in Ferienstimmung. Frei werden, wie schoen!
rosa_r - 10. Jan, 16:51

mitfreuen
2. v ersuch, PC grad mal wieder abgestürzt.
ich freu mich für dich über deinen "trip" ans meer. und dass es genau
an meinem geburtstag war, dass du so geplanscht hast. eigentlich wollte
ich ja an dem tag nach venedig fahren, um das meer zu hören, sehen, riechen.
aber das klappte familienmäßig nicht. und so denke ich halt nun daran, wie du
im fernen brasilien von den wellen umspült wurdest und freu mich mit dir.
lothar püringer lässt dich grüßen, hab ihm die blog-adresse angesagt!
ganz liebe grüße aus dem klirrend kalten mödling, petra
alles gute, geburtstagskind!
gratuliere und glueckwuensche fuer dein kommendes lebensjahr, das sicher auch ganz bunt und reich wird, mit deinen beiden maennern und deinen projekten!
spezielle bussis und geknuddel an den umwerfenden martin im spatzennest!
bis bald, r