1.2. Ambiente
Paes Landim ist um einen rechteckigen Platz angelegt, an dem die Kirche und die kleine Krankenstation liegen. Die Strassen sind nicht geteert sondern mit Pflastersteinen belegt und rumpeling. Die Haeuser sind eingeschossig, meist hell gestrichen, mit Giebeldaechern und sumpathischen rot-braunen Dachziegeln. Festerglaeser gibt es nicht, die Fensteroeffnungen werden nur mit Holzlaeden verschlossen. Normalerweise aber ist alles offen und man nutzt jede moegliche Luftbewegung zur Erfrischung.
Es gibt fliessend kaltes Wasser in den Haeusern.
Strassenverkehr existiert praktisch nicht, hier siehst du nur Fussgaenger und ab und zu ein Motorrad, oefter schon Fahrraeder, Pferde oder Esel. Manche sogenannte “Jeckis” leben wild und suchen Gruenes in der Stadt.. Ich erinnere mich, auch Papa hat einen Esel “Jecki” genannt.
Neide haelt etwa zwanzig Huehner und drei Haehne, die mich skeptisch mustern und kraehend begruessen. Ich wusste nicht, wie Haehne knurren koennen! Im Garten gibts einige Beete mit Salat, Kraeutern und fuer mich unbekanntem Gemuese, Obstbaeume: Cerola, Manga, Limonen, Goiaba, Mamao und ein paar neue fuer mich. Weiters Spatzen, Eidechsen und Kolibris, riesige Schmetterlinge und Geier. Ja, die spazieren hier durch!
Bild - 3 Geier auf der Gartenmauer

Es laeutet oft an der Gartentuer, dann will jemand etwas von den Schwestern: Schluessel fuer den Gemeinschaftsgarten, Eier oder Brot von Neide kaufen, Abendmesse besprechen, Enkelkind herzeigen…
Justina nimmt mich mit zur Pastoral da Criança im Nachbarhaus, wo grad ein wenig Leben ist. 3 – 4 jugendliche Mitarbeiterinnen sind da, Muetter mit Babys und Kleinkindern kommen und gehen. Heute ist ein Wiegetag: Die Kleinen werden in einTuch gelegt, das an der Federwaage haengt. Offenbar gefaellt ihnen das nicht, denn alle schreien. Sie werden rasch befreit und getroestet. Die Muttis sind max. 20 Jahre jung. Es wirkt, als haetten sie lebende Puppenkinder zum Spielen.
Justina verreist bald wieder zu ihrem Arbeitsplatz in San Raimondo Nonato, der Bischofsstadt. Sie drueckt mir zwei “Fuehrer fuer Mitarbeiter” in die Hand, dicke A4-Buecher ueber die Mutter-Kind-Arbeit und ueber das Projekt “drittes Lebensalter”.
Ich lese gern darin und erinnere mich an die Zeiten, als Heidrun ein Baby war. Und denke jetzt auch viel an die Kinder in meinem Umfeld:
Amelie wird schon sitzen, ob sie sich schon umdrehen kann?
Was Elisabeth schon alles plaudert? Wie es ihr wohl in der Kindergruppe geht? Ob sie gern spazieren gehen wird mit mir?
Ob Elena weiterhin die gestuetzte Kommunikation uebt?
Und Martin, der ist ja schon ein ¾ Jahr alt! Der wird krabbeln!
Bin gespannt von euch zu hoeren, wenn ich wieder ins Netz komme.
Es gibt fliessend kaltes Wasser in den Haeusern.
Strassenverkehr existiert praktisch nicht, hier siehst du nur Fussgaenger und ab und zu ein Motorrad, oefter schon Fahrraeder, Pferde oder Esel. Manche sogenannte “Jeckis” leben wild und suchen Gruenes in der Stadt.. Ich erinnere mich, auch Papa hat einen Esel “Jecki” genannt.
Neide haelt etwa zwanzig Huehner und drei Haehne, die mich skeptisch mustern und kraehend begruessen. Ich wusste nicht, wie Haehne knurren koennen! Im Garten gibts einige Beete mit Salat, Kraeutern und fuer mich unbekanntem Gemuese, Obstbaeume: Cerola, Manga, Limonen, Goiaba, Mamao und ein paar neue fuer mich. Weiters Spatzen, Eidechsen und Kolibris, riesige Schmetterlinge und Geier. Ja, die spazieren hier durch!
Bild - 3 Geier auf der Gartenmauer

Es laeutet oft an der Gartentuer, dann will jemand etwas von den Schwestern: Schluessel fuer den Gemeinschaftsgarten, Eier oder Brot von Neide kaufen, Abendmesse besprechen, Enkelkind herzeigen…
Justina nimmt mich mit zur Pastoral da Criança im Nachbarhaus, wo grad ein wenig Leben ist. 3 – 4 jugendliche Mitarbeiterinnen sind da, Muetter mit Babys und Kleinkindern kommen und gehen. Heute ist ein Wiegetag: Die Kleinen werden in einTuch gelegt, das an der Federwaage haengt. Offenbar gefaellt ihnen das nicht, denn alle schreien. Sie werden rasch befreit und getroestet. Die Muttis sind max. 20 Jahre jung. Es wirkt, als haetten sie lebende Puppenkinder zum Spielen.
Justina verreist bald wieder zu ihrem Arbeitsplatz in San Raimondo Nonato, der Bischofsstadt. Sie drueckt mir zwei “Fuehrer fuer Mitarbeiter” in die Hand, dicke A4-Buecher ueber die Mutter-Kind-Arbeit und ueber das Projekt “drittes Lebensalter”.
Ich lese gern darin und erinnere mich an die Zeiten, als Heidrun ein Baby war. Und denke jetzt auch viel an die Kinder in meinem Umfeld:
Amelie wird schon sitzen, ob sie sich schon umdrehen kann?
Was Elisabeth schon alles plaudert? Wie es ihr wohl in der Kindergruppe geht? Ob sie gern spazieren gehen wird mit mir?
Ob Elena weiterhin die gestuetzte Kommunikation uebt?
Und Martin, der ist ja schon ein ¾ Jahr alt! Der wird krabbeln!
Bin gespannt von euch zu hoeren, wenn ich wieder ins Netz komme.
rosa_r - 12. Feb, 01:56

martin-aktuell
krabbeln wie ein wilder
stiegen hochsteigen
zeigen, wie gross er ist
klatschen, winken
und flirten, was das zeug hält!