3. - 7.2. Sommerfrische
Regen, Regen, Regen! Jeden Tag ein wenig. Das senkt die Temperatur auf zwischen 23 – 35 Grad. Also sommerlich genug, um kalt zu duschen.
Ich passe mich gerne ans geruhsame Leben hier an: Mit Sonnenaufgang um ¾ 6 stehe ich auf. Morgens gibts das grosse Auskehren: Eine Schaufel toter Kaefer, Schmetterlinge und Fliegen schmeisse ich jeden Tag raus.
Neide lueftet einige ihrer “Geheimnisse”: Wir machen Butter, Brot, Likoer, gruene Polenta, Kraeuterbitter, “Seiden-Pudding” – eine Variante unserer “Vogelmilch” etc.
Wenn Besuch kommt, nutze ich das fuer ein Gespraech und besuche auch die Leute zuhause. Die Haengematte ist ein Lieblingsplatz von mir: Fuer das Mittagsschlaefchen und zum Lesen.
Peter findet heraus, unter welcher Telefonnummer ich hier wirklich erreichbar bin und schliesst mich wieder an die Zivilisation an. Ich hatte ihm eine falsche gegeben - echt, nicht aus Absicht! ;-)
Seit ich einen kleinen Tisch fuer die Veranda gekauft habe, sitzen wir praktisch nur noch draussen. Und das Essen geht auch leichter, als mit demTeller am Schoss.
Nachmittags halte ich “Mittagsruhe” in der Haengematte, danach spielen wir ein paar Runden Rummy und wenn es nicht zu hiess wird, lerne ich portugiesisch.
Bild: Siesta, Neide links - Maristela rechts

Maristela ist wieder nach Hause gekommen. Sie ist die Nichte von Neide und praktisch gleich alt wie ich. Man haelt uns ueberall fuer Verwandte.
Ab 7 ist es dunkel. Dann gehts in die Messe oder zum Rosenkranz in das Haus, wohin eingeladen wurde.
Herrliche Situationen ergeben sich hier mit Menschen jeden Alters: Den Senhoras mit ihren braungebrannten, zerfurchten Gesichtern, den bildhuebschen Jugendlichen und herumwuselnden Kleinkindern. Die Haeuser sind einfachst, ohne Keller, mit einfachem Wandverputz, kahlem Betonboden, nackter Gluehbirne. Die Zimmerdecke ist gleichzeitig das Dach: Balken und Ziegel liegen frei, die Luft zieht durch.
Fuer die Gaeste werden Plastiksessel herbeigeschafft, 20 – 30 Menschen sitzen so im Kreis in dem ersten Raum gleich nach der Haustuer.
Das elektrische Licht zieht einfach zuviele Insekten an und wird daher abends nach Moeglichkeit abgedreht. Das Kerzenlicht aber macht alles weich, ebenso wie die warme Aufmerksamkeit der Menschen fuereinander.
JedenTag wird fuer den Regen gedankt und jeden Tag aufs Neue bitten sie, dass er endlich ueberall hin kommt, wo er noch fehlt.
In den Naechten traeume ich viel und schoen. Fast immer kommen Personen aus der Heimat vor, mit denen ich schoene Dinge erlebe. Ich fuehle mich hier wie im Urlaub – auf Sommerfrische sozusagen.
Maristela hat geholfen, die naechste Zeit fuer mich zu organisieren.
Aus Sao Joao und der Arbeit mit Marguerida wird nichts, weil diese in Sao Paulo bleiben musste. Auf sie kommt eine Augenoperation zu.
Dafuer bekomme das erfreuliche Angebot, ab 8.2. fuer etwa einen Monat bei Roberto im Projekt zu arbeiten.
In San Miguel, etwa eine Stunde von hier entfernt.
Was dort sein wird? Ihr wisst schon: Vamos ver!
Ich passe mich gerne ans geruhsame Leben hier an: Mit Sonnenaufgang um ¾ 6 stehe ich auf. Morgens gibts das grosse Auskehren: Eine Schaufel toter Kaefer, Schmetterlinge und Fliegen schmeisse ich jeden Tag raus.
Neide lueftet einige ihrer “Geheimnisse”: Wir machen Butter, Brot, Likoer, gruene Polenta, Kraeuterbitter, “Seiden-Pudding” – eine Variante unserer “Vogelmilch” etc.
Wenn Besuch kommt, nutze ich das fuer ein Gespraech und besuche auch die Leute zuhause. Die Haengematte ist ein Lieblingsplatz von mir: Fuer das Mittagsschlaefchen und zum Lesen.
Peter findet heraus, unter welcher Telefonnummer ich hier wirklich erreichbar bin und schliesst mich wieder an die Zivilisation an. Ich hatte ihm eine falsche gegeben - echt, nicht aus Absicht! ;-)
Seit ich einen kleinen Tisch fuer die Veranda gekauft habe, sitzen wir praktisch nur noch draussen. Und das Essen geht auch leichter, als mit demTeller am Schoss.
Nachmittags halte ich “Mittagsruhe” in der Haengematte, danach spielen wir ein paar Runden Rummy und wenn es nicht zu hiess wird, lerne ich portugiesisch.
Bild: Siesta, Neide links - Maristela rechts

Maristela ist wieder nach Hause gekommen. Sie ist die Nichte von Neide und praktisch gleich alt wie ich. Man haelt uns ueberall fuer Verwandte.
Ab 7 ist es dunkel. Dann gehts in die Messe oder zum Rosenkranz in das Haus, wohin eingeladen wurde.
Herrliche Situationen ergeben sich hier mit Menschen jeden Alters: Den Senhoras mit ihren braungebrannten, zerfurchten Gesichtern, den bildhuebschen Jugendlichen und herumwuselnden Kleinkindern. Die Haeuser sind einfachst, ohne Keller, mit einfachem Wandverputz, kahlem Betonboden, nackter Gluehbirne. Die Zimmerdecke ist gleichzeitig das Dach: Balken und Ziegel liegen frei, die Luft zieht durch.
Fuer die Gaeste werden Plastiksessel herbeigeschafft, 20 – 30 Menschen sitzen so im Kreis in dem ersten Raum gleich nach der Haustuer.
Das elektrische Licht zieht einfach zuviele Insekten an und wird daher abends nach Moeglichkeit abgedreht. Das Kerzenlicht aber macht alles weich, ebenso wie die warme Aufmerksamkeit der Menschen fuereinander.
JedenTag wird fuer den Regen gedankt und jeden Tag aufs Neue bitten sie, dass er endlich ueberall hin kommt, wo er noch fehlt.
In den Naechten traeume ich viel und schoen. Fast immer kommen Personen aus der Heimat vor, mit denen ich schoene Dinge erlebe. Ich fuehle mich hier wie im Urlaub – auf Sommerfrische sozusagen.
Maristela hat geholfen, die naechste Zeit fuer mich zu organisieren.
Aus Sao Joao und der Arbeit mit Marguerida wird nichts, weil diese in Sao Paulo bleiben musste. Auf sie kommt eine Augenoperation zu.
Dafuer bekomme das erfreuliche Angebot, ab 8.2. fuer etwa einen Monat bei Roberto im Projekt zu arbeiten.
In San Miguel, etwa eine Stunde von hier entfernt.
Was dort sein wird? Ihr wisst schon: Vamos ver!
rosa_r - 12. Feb, 02:04
