24.11. Blumenkuesser

Mordsviel portugiesisch gelernt heute Vormittag: Ueber vier Stunden.
Jetzt sausts mir im Kopf und ich muss mal wieder deutsch denken.
Ja, gestern in der Frueh bin ich mit portugiesisch und englisch im Kopf aufgewacht. Nur wenn ich schreibe, denke ich noch richtig deutsch.

Eine schoene Ueberraschung gabs heute Frueh in unserem Garten: Zum zweiten Mal habe ich einem Kolibri beim Trinken des Bluetennektars zuschauen koennen. Er war ca 3 Meter von mir entfernt.
Uebrigens hatte ich seinen Namen frueher schon mal geschrieben, aber falsch verstanden. Er heisst nicht "Bela Flor", was auch nett waere, sondern "Beija Flor" und das bedeutet: Blumenkuesser!
Bild: Und das war die Bluete in unserem Innenhof:
bluete-rot

Ende des Monats hat Gaetana Geburtstag und da sie eine Frau ist, die sich wohl fuehlt, wenn viel los ist, kommt Familie auf Besuch. Bruder und Schwaegerin sind schon angekommen und kochten heute in der Kueche lauter "wilde" Sachen: Innereien, Zunge...
iris-und-caetano
Es riecht nach dem sauerlichen Geschmack von "Kutteln" - so heissts in Vorarlberg. Wie eigentlich in Wien? Ich muss noch lernen, wie man hoeflich "Danke nein" sagen kann!

Wahrscheinlich aufgrund des Besuchs ist gestern auch der kleine Swimmingpool im Garten wieder gereinigt worden. Mit etwas Glueck kann ich morgen schon reinhuepfen!

Tja, im Moment gehts mir also wie dem Herrgott in Frankreich. Und die naechsten ein bis zwei Wochen werden ich wahrscheinlich noch hier bleiben und viel portugiesisch lernen.

Bin gespannt, ob mir vorher die Themen zum Schreiben ausgehen werden...
peterwien - 25. Nov, 07:52

Kolibri + Kutteln

Meine Liebe, viel Ähnlichkeit mit einem Kolibri habe ich ja nicht, ausser dass ich dauernd etwas Süsses esse, aber der Name würde unter Umständen doch zu mir passen, meine Rosa...

In Wien würden wir wahrscheinlich Kuttelfleck zu Kutteln sagen; ich esse sie gern, wenn sie gut gemacht sind, aber ich hab Innereien überhaupt gern. Auch das verbindet mich mit Leopold Bloom - ich habe die grosse Ellman-Biografie von James Joyce vor ein paar tagen zu lesen begonnen.

Gibts im Brasilianischen was Ähnliches wie "Thank you, but no, thank you"? Das ist höflich!
Einen Kuss auf Distanz schicke ich Dir noch!
Peter

rosa_r - 25. Nov, 18:17

Bloomig!

wow, da bist du ja wieder ganz tief am einsteigen! wieviele seiten liegen vor dir? wirst du noch zeit haben, mir kommentare zu schreiben? ;-)
bitte schreib mir ein bisschen, was du in dem buch interessantes entdeckst! ich lese ja immer noch zu wenig.

die kutteln waren geniessbar, der geschmack halt gewoehnungsbeduerftig. die zunge gabs heute, das war koestlich!
meine lehrerin meint, ganz ausschlagen darf man nicht. man muss wenigstens ein wenig probieren unter dem motto: danke, ich habe schon gegessen, danke!
wenn es ganz arg ist, kann man nur angeben, dass man vegetarisch isst, oder diaet-probleme hat. tja, harte sitten...
peterwien - 26. Nov, 18:41

Zu Bloomig

Meine Liebe, so ca. 800 Seiten hat die Biographie - aber die letzten 50 sind Fussnoten zu den ersten 750. Die eigentliche Arbeit kommt erst in der Pension, wenn ich die ganze Sekundärliteratur in die 5 Werke Joyce' einarbeite. Na gut, irgendetwas werde ich ja machen müssen, während Du brav arbeitest...

Eigentlich ein Sprung nach vorn, zu Thanksgiving und Frango hungarico, und zugleich ein Sprung nach unten: Du schreibst so schön! Da merk ich erst, was ein bisserl Zeit und ein reiches Innenleben für einen Unterschied machen...
Peter

rosa_r - 27. Nov, 18:12

irgendetwas werde ich ja machen muessen...

...wenn du das schreiben uebernimmst, tja, autofahren zum beispiel. ich werde den jaguar ein bisschen in der silvretta herumhetzen! das waer doch was? wenn du zeit hast - magst vielleicht mitkommen? ;-)

Das wichtigste KURZ

Endlich Fotos! - ab 1.2.. Dieses Blog enthaelt Notizen und Fotos bis zum 23.2., der ersten Zeit in Piaui. Fortsetzung unter <2brasil.twoday.net>!!!!!!!! Seit 30.1. geniesse das Landleben im "Wilden Westen" von Brasilien - das ist der Nordosten, genauer gesagt Bundesstaat Piaui! Derzeit wohne ich in der Fundacao ASAS, einem privaten Bildungsprojekt fuer Kinder aus benachteiligten Familien. Roberto, der Gruender, ist Hoellaender und arbeitet hier als Seelsorger. Die Gemeinde Sao Miguel hat etwa 3000 EW, laendlicher Raum, schoene Natur, derzeit angenehm sommerliches Wetter. Ich arbeite im Buero, habe viel Kontakt mit Kindern und besuche Familien. Die ersten 2,5 Monate habe ich in Sao Paulo gelebt, in verschiedenen Haeusern der Schwestern der Congregatio Jesu: Zentrale, Schule, Peripherie. Besuchte Sozialprojekte, interviewte interessante Menschen, recherierte viel im Internet, lernte portugiesisch und half ehrenamtlich mit.

Info fuer AllesleserInnen

Das Tagebuch ist wieder aktuell. Falls dein PC manche Tage nicht anzeigt, gehe in der obersten Befehlszeile auf "brasil" und wenn die Auswahl sich zeigt auf "Tagebuch". Die Suchmaschine funktioniert auch, allerdings muss man halt wissen, was man finden will... Peter und Heidrun wissen normalerweise, wie es mir geht: peter.hirsch@atnet.at; HeidrunLange1984@aol.com

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