Donnerstag, 24. November 2005

24.11. Blumenkuesser

Mordsviel portugiesisch gelernt heute Vormittag: Ueber vier Stunden.
Jetzt sausts mir im Kopf und ich muss mal wieder deutsch denken.
Ja, gestern in der Frueh bin ich mit portugiesisch und englisch im Kopf aufgewacht. Nur wenn ich schreibe, denke ich noch richtig deutsch.

Eine schoene Ueberraschung gabs heute Frueh in unserem Garten: Zum zweiten Mal habe ich einem Kolibri beim Trinken des Bluetennektars zuschauen koennen. Er war ca 3 Meter von mir entfernt.
Uebrigens hatte ich seinen Namen frueher schon mal geschrieben, aber falsch verstanden. Er heisst nicht "Bela Flor", was auch nett waere, sondern "Beija Flor" und das bedeutet: Blumenkuesser!
Bild: Und das war die Bluete in unserem Innenhof:
bluete-rot

Ende des Monats hat Gaetana Geburtstag und da sie eine Frau ist, die sich wohl fuehlt, wenn viel los ist, kommt Familie auf Besuch. Bruder und Schwaegerin sind schon angekommen und kochten heute in der Kueche lauter "wilde" Sachen: Innereien, Zunge...
iris-und-caetano
Es riecht nach dem sauerlichen Geschmack von "Kutteln" - so heissts in Vorarlberg. Wie eigentlich in Wien? Ich muss noch lernen, wie man hoeflich "Danke nein" sagen kann!

Wahrscheinlich aufgrund des Besuchs ist gestern auch der kleine Swimmingpool im Garten wieder gereinigt worden. Mit etwas Glueck kann ich morgen schon reinhuepfen!

Tja, im Moment gehts mir also wie dem Herrgott in Frankreich. Und die naechsten ein bis zwei Wochen werden ich wahrscheinlich noch hier bleiben und viel portugiesisch lernen.

Bin gespannt, ob mir vorher die Themen zum Schreiben ausgehen werden...

Das wichtigste KURZ

Endlich Fotos! - ab 1.2.. Dieses Blog enthaelt Notizen und Fotos bis zum 23.2., der ersten Zeit in Piaui. Fortsetzung unter <2brasil.twoday.net>!!!!!!!! Seit 30.1. geniesse das Landleben im "Wilden Westen" von Brasilien - das ist der Nordosten, genauer gesagt Bundesstaat Piaui! Derzeit wohne ich in der Fundacao ASAS, einem privaten Bildungsprojekt fuer Kinder aus benachteiligten Familien. Roberto, der Gruender, ist Hoellaender und arbeitet hier als Seelsorger. Die Gemeinde Sao Miguel hat etwa 3000 EW, laendlicher Raum, schoene Natur, derzeit angenehm sommerliches Wetter. Ich arbeite im Buero, habe viel Kontakt mit Kindern und besuche Familien. Die ersten 2,5 Monate habe ich in Sao Paulo gelebt, in verschiedenen Haeusern der Schwestern der Congregatio Jesu: Zentrale, Schule, Peripherie. Besuchte Sozialprojekte, interviewte interessante Menschen, recherierte viel im Internet, lernte portugiesisch und half ehrenamtlich mit.

Info fuer AllesleserInnen

Das Tagebuch ist wieder aktuell. Falls dein PC manche Tage nicht anzeigt, gehe in der obersten Befehlszeile auf "brasil" und wenn die Auswahl sich zeigt auf "Tagebuch". Die Suchmaschine funktioniert auch, allerdings muss man halt wissen, was man finden will... Peter und Heidrun wissen normalerweise, wie es mir geht: peter.hirsch@atnet.at; HeidrunLange1984@aol.com

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