17.1. Hoehepunkte
Um halb 8 in der Frueh hat mich Dulce zur Fremdenpolizei begleitet. Die Anreise per Bus dauerte ueber 1,5 Stunden, bei fluessigem Verkehr. Ich unterschaetze immer noch, wie gross Sao Paulo ist.
Wir sind grad rechtzeitig gekommen, denn kurz nach uns kommt der grosse Ansturm und die Leute stehen schon mal eine Stunde, um ins Gebaeude zu kommen.
Wir werden fotografiert und erhalten ein Besucherpickerl mit Aufschrift "3. Stock."
Ab dem zweiten Stock steht bereits eine Menschenschlange. Wir fragen ein paar Leute, ob das die richtige Schlange ist fuer eine Aufenthalts-Verlaengerung. Interessanterweise erhalten wir Auskuenfte in der Art: "Ich weiss nicht, ich hab mich mal da angestellt."
Wieder bin ich erstaunt, wie viele Menschen unglaublich geduldig sind.
Dulce und ich gehoeren nicht dazu. Wir druecken uns an der Schlange vorbei und suchen Auskunft. Angekommen im dritten Stock sehen wir einen kleinen Platz, halbvoll mit Menschen auf Sesseln und halbvoll mit Menschen die vor den Schalternanstehen. Betagte und Babys, alles ist vertreten, fuer die Anzahl an Menschen auf diesem Raum ist die Atmosphaere erstaunlich entspannt. Die wieselige Dulce kapert einen wichtig aussehenden Herrn, der uns zum richtigen Platz lotst.
Bereits nach 40 Minuten bin ich an der Reihe.
"Ihre Aufenthaltserlaubnis dauert bis 8. Februar. Es ist noch reichlich frueh, sie jetzt zu verlaengern." meint der Beamte. Ich erklaere, dass ich bald nach Piaui fahre, und es lieber in Sao Paulo erledigen will. "Denn in Sao Paulo ist es wahrscheinlich besser organisiert."
Das ist ein Reizwort fuer den Geplagten. "Ach so? Nein, machen sie das in Piaui! Dort ist alles viel besser. Dort gibts nicht so ein Inferno wie hier!" Und er weist auf die Massen von Menschen, die bereits jetzt, eine Stunde nach der Oeffung des Hauses, da stehen.
Ich bleibe dabei: Ich wills jetzt machen und schaue so verstaendnisvoll wie ich kann. Mir scheint, dass ein Teil seiner Empoerung zu den offenbar international gueltigen Spielregeln gehoert: "Uns Beamten geht es schlecht." Es geht ein wenig hin und her zwischen uns. Ich kann ihn verstehen und er mich schliesslich auch. Grinsend lenkt er ein und erklaert, was ich noch beschaffen muss.
Vor dem Haus haben ein paar unternehmerische und gscheite Menschen Services eingerichtet, wo ich das notwendige Einreichformular bekomme und die fehlenden Kopien machen kann. Wieder einmal ist man ganz begeistert, dass ich aus Oesterreich bin und ich werde freundlichst bedient.
Dulce und ich goennen uns einen Kaffee, danach auf zum Loewen in den dritten Stock.
"Was, schon geschafft? Alles?" fragt er und nimmt Pass und Unterlagen an sich.
Eine Stunde spaeter habe ich meinen Pass mit Aufenthaltserlaubnis bis 8. Mai 2006.
Da Peter und ich aber erst am 12. Mai Brasilien verlassen, werde ich diese Runde noch einmal drehen muessen....
Trotzdem, grosse Erleichterung und Hoehepunkt 1 fuer den heutigen Tag.
Da es schon bald Mittagszeit ist, lohnt es sich nicht mehr, nach Hause zu fahren. Ich beschliesse in der Stadt zu bleiben, denn um 2 ist ja schon die Stunde mit Célia.
Die alte Kirche St. Antonius gibt erstmal Ruhe und Kraft, danach schlendere ich zwischen den Hochhaeusern herum. Es hat 33 Grad, eigentlich ein Wahnsinn bei der Hitze in die Stadt zu gehen. Im Haus waere es fein kuehl. Aber ein angenehmes Lueftchen erfrischt und bringt mich auf eine Idee: Heute ist schoenes Licht und klare Sicht!
Schon oefter wollte ich die Stadt von oben sehen, mein Reisefuehrer empfiehlt dafuer das ehrwuerdige "Edificio Italia", einen schon etwas betagten Wolkenkratzer mit Restaurant im 31. Stock.
Als ich Célia treffe, lade ich sie ein, die Stunde dort oben zu machen. Ich wuerde mir gern diesen Wunsch erfuellen. Sie ist heute zwar etwas wackelig auf den Beinen, zweng Bauchgrimmen, kommt aber tapfer mit. Und es lohnt sich, es ist unglaublich - wunderbar - herrlich schoen!
Hoehepunkt 2 heute: 160 m ueber der Stadt!

Etwas weiter weg kreisen Geier unter uns. Am Dach eines nahe gelegenen Bankhauses landet ein Hubschrauber.
Die Sicht ist klar wie selten. Wir koennen in jeder Himmelsrichtung bis zu den umliegenden Bergen bzw. Huegeln sehen. Und ich habe die Kamera dabei - was fuer ein Glueck!
Blick ins Stadtzentrum mit Catedrale Sé

Wir sind grad rechtzeitig gekommen, denn kurz nach uns kommt der grosse Ansturm und die Leute stehen schon mal eine Stunde, um ins Gebaeude zu kommen.
Wir werden fotografiert und erhalten ein Besucherpickerl mit Aufschrift "3. Stock."
Ab dem zweiten Stock steht bereits eine Menschenschlange. Wir fragen ein paar Leute, ob das die richtige Schlange ist fuer eine Aufenthalts-Verlaengerung. Interessanterweise erhalten wir Auskuenfte in der Art: "Ich weiss nicht, ich hab mich mal da angestellt."
Wieder bin ich erstaunt, wie viele Menschen unglaublich geduldig sind.
Dulce und ich gehoeren nicht dazu. Wir druecken uns an der Schlange vorbei und suchen Auskunft. Angekommen im dritten Stock sehen wir einen kleinen Platz, halbvoll mit Menschen auf Sesseln und halbvoll mit Menschen die vor den Schalternanstehen. Betagte und Babys, alles ist vertreten, fuer die Anzahl an Menschen auf diesem Raum ist die Atmosphaere erstaunlich entspannt. Die wieselige Dulce kapert einen wichtig aussehenden Herrn, der uns zum richtigen Platz lotst.
Bereits nach 40 Minuten bin ich an der Reihe.
"Ihre Aufenthaltserlaubnis dauert bis 8. Februar. Es ist noch reichlich frueh, sie jetzt zu verlaengern." meint der Beamte. Ich erklaere, dass ich bald nach Piaui fahre, und es lieber in Sao Paulo erledigen will. "Denn in Sao Paulo ist es wahrscheinlich besser organisiert."
Das ist ein Reizwort fuer den Geplagten. "Ach so? Nein, machen sie das in Piaui! Dort ist alles viel besser. Dort gibts nicht so ein Inferno wie hier!" Und er weist auf die Massen von Menschen, die bereits jetzt, eine Stunde nach der Oeffung des Hauses, da stehen.
Ich bleibe dabei: Ich wills jetzt machen und schaue so verstaendnisvoll wie ich kann. Mir scheint, dass ein Teil seiner Empoerung zu den offenbar international gueltigen Spielregeln gehoert: "Uns Beamten geht es schlecht." Es geht ein wenig hin und her zwischen uns. Ich kann ihn verstehen und er mich schliesslich auch. Grinsend lenkt er ein und erklaert, was ich noch beschaffen muss.
Vor dem Haus haben ein paar unternehmerische und gscheite Menschen Services eingerichtet, wo ich das notwendige Einreichformular bekomme und die fehlenden Kopien machen kann. Wieder einmal ist man ganz begeistert, dass ich aus Oesterreich bin und ich werde freundlichst bedient.
Dulce und ich goennen uns einen Kaffee, danach auf zum Loewen in den dritten Stock.
"Was, schon geschafft? Alles?" fragt er und nimmt Pass und Unterlagen an sich.
Eine Stunde spaeter habe ich meinen Pass mit Aufenthaltserlaubnis bis 8. Mai 2006.
Da Peter und ich aber erst am 12. Mai Brasilien verlassen, werde ich diese Runde noch einmal drehen muessen....
Trotzdem, grosse Erleichterung und Hoehepunkt 1 fuer den heutigen Tag.
Da es schon bald Mittagszeit ist, lohnt es sich nicht mehr, nach Hause zu fahren. Ich beschliesse in der Stadt zu bleiben, denn um 2 ist ja schon die Stunde mit Célia.
Die alte Kirche St. Antonius gibt erstmal Ruhe und Kraft, danach schlendere ich zwischen den Hochhaeusern herum. Es hat 33 Grad, eigentlich ein Wahnsinn bei der Hitze in die Stadt zu gehen. Im Haus waere es fein kuehl. Aber ein angenehmes Lueftchen erfrischt und bringt mich auf eine Idee: Heute ist schoenes Licht und klare Sicht!
Schon oefter wollte ich die Stadt von oben sehen, mein Reisefuehrer empfiehlt dafuer das ehrwuerdige "Edificio Italia", einen schon etwas betagten Wolkenkratzer mit Restaurant im 31. Stock.
Als ich Célia treffe, lade ich sie ein, die Stunde dort oben zu machen. Ich wuerde mir gern diesen Wunsch erfuellen. Sie ist heute zwar etwas wackelig auf den Beinen, zweng Bauchgrimmen, kommt aber tapfer mit. Und es lohnt sich, es ist unglaublich - wunderbar - herrlich schoen!
Hoehepunkt 2 heute: 160 m ueber der Stadt!

Etwas weiter weg kreisen Geier unter uns. Am Dach eines nahe gelegenen Bankhauses landet ein Hubschrauber.
Die Sicht ist klar wie selten. Wir koennen in jeder Himmelsrichtung bis zu den umliegenden Bergen bzw. Huegeln sehen. Und ich habe die Kamera dabei - was fuer ein Glueck!
Blick ins Stadtzentrum mit Catedrale Sé

rosa_r - 18. Jan, 22:55











